Geschichte

EndoTherm GmbH ist ein „Spin-Off“ Unternehmen. Unser „Mutterbetrieb“ ist der Verein für Krebsforschung (heute Iscador AG), zu dem auch die Lukasklinik gehörte. Dort entstand der Wunsch nach einem Messverfahren, um bei Krebspatienten über längere Zeit in ihrer Körpertemperatur registrieren zu können. So entwickelten wir zunächst in diesem Rahmen ein Verfahren, das die Kerntemperatur genügend genau messen kann. Unsere Software (EndoTherm Control) wird entsprechend für den „rauhen“ Klinikalltag und für die Bedürfnisse der pharmazeutischen Herstellung (Lagerüberwachung) entwickelt . Da der Verein für Krebsforschung seine Aufgabe nicht darin sieht, Temperaturmessverfahren zu verkaufen, haben wir die EndoTherm GmbH gegründet. 

Wie entstand EndoTherm?

Nachdem ca. 1998 in der Immunologie der Lukasklinik der Wunsch nach einer  Registrierung der Kerntemperatur der behandelten Patienten laut wurde, haben wir begonnen innerhalb des Vereins für Krebsforschung nach Messverfahren zu suchen, die möglichst genau die Kerntemperatur aufzeichen und den Patienten nicht belasten. Alle Versuche, diese Temperatur ausserhalb des Körperinnnern zu bestimmen (Ohr, Achsel, Leiste etc.) schlugen fehl. Erste Selbstversuche starteten wir dann mit rektal eingeführten Thermoelementen. Aber die herauszuführenden Kabel kamen uns vom Tragekomfort her unzumutbar vor.

2000 entdeckten wir dann den heute verwendeten Sondentyp. Die damals lieferbaren Sonden waren aber noch ziemlich ungenau. Auf unseren Vorschlag hin entwickelte der Hersteller eine spezielle spezielle Sonde, die für die Fiebermessung ausgelegt war.

2004 entwickelte der Hersteller dann diese Sonde weiter, sodass sie den Bedürfnissen der Immunologie entsprach. Der grosse Temperaturbereich und die Genauigkeit erweiterten das Anwendungsspektrum erheblich.

Wir haben sehr lange an der Software (EndoTherm Control) zusammen mit den Schwestern und Ärzten der Lukasklinik gearbeitet, um eine möglichst fehlerfreie und einfach zu bedienende Software anbieten zu können.

So konnte das Messystem EndoTherm Med® 2008 als Medizinprodukt zertifiziert werden.

Die Sonden werden von uns über den ganzen Messbereich so justiert, dass der Fehler <0.1°C beträgt. Auch hier galt es, so manche Irrtümer zu entdecken.

SNC00147[1]Bei der laufenden Registrierung der Kerntemperatur des Menschen (Temperaturvariation ±1°C bei Gesunden) ist die hohe Auflösung von 0.0625°C entscheidend. Um eine solch grosse Genauigkeit über einen Messbereich von mehr als 165°C zu erreichen, haben wir ein 6 stündiges Messverfahren entwickelt, das die Sonden in dieser Genauigkeit justieren und kalibirieren kann.

Auf der Suche nach einem Thermometer für die natürliche Familienplanung (NFP) entdeckten dann Frauen aus dem NFP-Forum 2014 die von uns hergestellten Schutzkappen. Gemeinsam mit Frauen aus diesem Forum haben wir dann die Griffkappen entwickelt, bei denen anstelle eines Rückholfadens ein Ring (Griff) angespritzt ist.

Ein schwerer Schlag traf 2015 die EndoTherm GmbH,  als ihr seitens SwissTS, dem Schweizer Notified Body das CE-Zertifikat gekündigt wurde. Die Behörden der EU hatten die Bedingungen für diese Kontrolle ausfürhenden Einrichtungen derart verschärft, dass SwissTS sich entschieden hat, alle Zertifikate zu kündigen. Und ohne Zertifikat, darf kein Produkt in den Verkehr gebracht werden.

Mit Beginn 2016 wurde dann die EndoTherm GmbH durch den TÜV-Süd rezertifiziert, was erheblichen Aufwand bedeutete (9 kritische Abweichungen!). Damit ist EndoTherm GmbH als Firma wieder nach ISO 13485 zertifiziert (Zertifkat) und hat ein Produktzertifikat für med. Produkte.